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Ein Firewall überprüft, filtert und kontrolliert den ein- und ausgehenden Netzwerkdatenverkehr. Je nach Konfiguration kann die Firewall aus Sicherheitsgründen komplette Netzwerkports blockieren oder den Datenverkehr in nur einer Richtung zulassen (z. B. ausgehend). Standardmäßig wird der WSL-Datenverkehr (Windows Subsystem für Linux) durch einen Firewall geschützt. Dabei werden die Windows-Firewall-Regeln, die für Hyper-V spezifisch sind, angewendet. Ein Benutzer kann die "Hyper-V-Firewall" über folgende zwei Möglichkeiten aktivieren / deaktivieren:
- System-App "WSL Settings" bzw. "Windows-Subsystem für Linux-Einstellungen": Auf der Seite "Netzwerk" unter "Hyper-V-Firewall aktiviert" kann die Einstellung geändert werden.
- Konfigurationsdatei ".wslconfig": Im Abschnitt "[wsl2]" die Option "firewall=" auf "true" (ein) oder "false" (aus) ändern. Z. B.: "firewall=false"
Die Konfigurationsdatei ".wslconfig" befindet sich im Hauptordner des Benutzerprofils ("%userprofile%"). Auch die grafische Benutzeroberfläche greift auf die Daten der Konfigurationsdatei zurück. Eine Firewall-Änderung durch den Benutzer lässt sich durch einen Schlüssel verhinden. D.h. die Einstellung der Konfigurationsdatei wird ignoriert und stattdessen die festgelegte Standardeinstellung verwendet.
So geht's:
- Starten Sie "%windir%\regedit.exe" bzw. "%windir%\regedt32.exe".
- Klicken Sie sich durch folgende Schlüssel (Ordner) hindurch:
HKEY_LOCAL_MACHINE
Software
Policies
WSL
Falls die letzten Schlüssel noch nicht existieren, dann müssen Sie diese erstellen. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste in das rechte Fenster. Im Kontextmenü wählen Sie "Neu" > "Schlüssel".
- Doppelklicken Sie auf den Schlüssel "AllowFirewallUserSetting".
Falls dieser Schlüssel noch nicht existiert, dann müssen Sie ihn erstellen. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste in das rechte Fenster. Im Kontextmenü wählen Sie "Neu" > "DWORD-Wert" (REG_DWORD). Als Schlüsselnamen geben Sie "AllowFirewallUserSetting" ein.
- Ändern Sie den Wert ggf. auf "0" (keine benutzerdefinierte Firewallkonfiguration).
- Die Änderungen werden ggf. erst nach einem Neustart aktiv.
Hinweise:
- AllowFirewallUserSetting:
0 = Die Benutzer auf dem Gerät können keine benutzerdefinierten Firewallkonfiguration (z. B. ein / aus) verwenden.
1 = Die Benutzer auf dem Gerät können eine benutzerdefinierte Firewallkonfiguration (z. B. ein / aus) verwenden. (Standard)
- Ändern Sie bitte nichts anderes in der Registrierungsdatei. Dies kann zur Folge haben, dass Windows und / oder Anwendungsprogramme nicht mehr richtig arbeiten.
Versionshinweis:
- Dieser Einstellung gilt erst ab Windows 10 Version 1903.
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